Der Anfang einer Leidenschaft
Ich war acht Jahre alt, als ich zum ersten Mal eine Computertastatur berührte – mit leuchtenden Augen und ohne jede Ahnung, wohin mich dieser Moment führen würde. Mein Vater hatte sich gerade einen Commodore 64 gegönnt, und ich war sofort fasziniert. Ein paar Jahre später folgte mein erster eigener Rechner, ein C128, und Anfang der 90er dann der erste „richtige“ PC: ein 386 SX25 mit sagenhaften 40 Megabyte Festplatte. Ich war stolz wie Bolle. Auch in der Schule zog die Technik ein. Aus dem alten Apple IIe wurden 386er, verbunden über ein Novell-Netzwerk. Die Lehrer fanden das großartig, hatten aber nicht den blassesten Schimmer, wie das alles funktionierte. Für mich als neugierigen Schüler war das ideal: „Könnten Sie mein Kennwort ändern?“ hörte ich häufiger als meinen eigenen Namen. Mein Jugendzimmer verwandelte sich in einen Serverraum, und der Schimmer der Röhrenmonitore war meine natürliche Lichtquelle. Kommuniziert wurde über Modem und später ISDN im Fido-, LDK- oder Maus-Netz – und meine Eltern bekamen regelmäßig Schnappatmung, wenn die Telefonrechnung kam. Den Begriff „Nerd“ gab es damals noch nicht. Aber ja – ich hätte gut ins Lexikon gepasst.